heute hat mir ein Vertrauter einen Ausdruck Ihres neuesten Nachrichtenbriefs »HJB News - Nr. 01/2008« überbracht. Folgende Worte durfte ich dort lesen:
»Neu in unserem Shop ist der Bereich "Verbotene Zone". Hier sind ab sofort Bücher zu finden, die natürlich nicht verboten sind, aber auch nicht in der "Buchhandlung um die Ecke" ausliegen. Bücher, die mit dem klassischen Schema eines SF-Shops brechen, reinrassige SF anzubieten. So wie die Serie STAHLFRONT das Dogma aufgebrochen hat, welche Inhalte einen guten SF-Roman auszumachen haben.«
Ich kann Ihnen nicht sagen, wie sehr Sie mir mit diesen Worten aus dem Herzen sprechen. Seit Ihr Unitall-Verlag vor einigen Wochen mit der Serie »Stahlfront« an die Öffentlichkeit ging, bewegt mich der Wunsch, zu Ihnen Kontakt aufzunehmen. Jetzt, da es sich erweist, dass »Stahlfront« kein Ausrutscher, sondern der Beginn einer Bewegung ist, gibt es für mich kein Halten mehr. Herr Bernt, ich danke Ihnen, nicht zuletzt im Namen von Millionen schweigender Leser. Wie ein Rassiermesser durch Butter schneidet »Stahlfront« durch die von linksunterwanderten Medien verbreiteten so genannten Wahrheiten. Klimakatastrophe, Überbevölkerung, Mindestlohn und Konsorten – was ist das schon mehr, als der durchsichtige Versuch, uns von den wirklich drängenden Themen unserer Zeit abzulenken?
Ihre »Verbotene Zone« zeigt auf, über was wir in unserem Land eigentlich diskutieren sollten. Ich kann nicht sagen, welches von den Werken mich am meisten elektrisiert hat. Vielleicht »Flugscheiben über Neuschwabenland?« Allein der visionäre Titel lässt in meinem Kopf ein Feuerwerk der Gefühle abbrennen, das ich nicht beschreiben kann! Oder vielleicht doch »Europa 2050«? In der Ankündigung heißt es:
»Torn Chaines schreibt STAHLFRONT. Deshalb mögen ihn einige Leute nicht. Für dieses Buch werden sie ihn hassen. Der Roman erscheint im August 2008.«
Diese Ankündigung verspricht Großes. Vielleicht – ich wage kaum, diesen Gedanken auszusprechen – ein Alternativweltroman, in dem Deutschland nicht gezögert hat, seine Atomwaffen gegen seine niederträchtigen Feinde einzusetzen? (Der Band »Die Angst der Amerikaner vor der deutschen Atombombe« dürfte ja selbst für die letzten Verbohrten hinreichend belegen, dass wir sie hatten …)
Ich bin gespannt, Herr Bernt. Aber ich will in diesen bewegten Zeiten nicht mehr länger nur als Zuschauer verweilen. Wie Sie aus meinen obigen Zeilen entnehmen können, bin ich ein am Zeitgeschehen interessierter Mann, der für sich in Anspruch nimmt, genauer hinzusehen als andere. Aber wie Sie wahrscheinlich nachvollziehen können, hat man es nicht immer leicht, wenn man klarer sieht als andere. Seit Jahren biete ich meine Werke Verlagen an, seit Jahren werden sie abgelehnt, weil sie an den Lügengebilden unserer Zeit rütteln. Im Unitall-Verlag, so bin ich nun überzeugt, wird das anders sein. »Stahlfront« verbindet die richtige Gesinnung mit einem schnörkellosen, direkten Stil, an dem kein Lektor herumgepfuscht hat.
Folgende Titel könnte ich Ihnen innerhalb von vier Wochen satzfertig anbieten:
- »Ho-Ho-Hollerith! – Wie IBM, der Komputer und das Internetz deutschem Blut zu verdanken sind«
- »Heim ins Himmelreich! – Wie Aliens Rudolf Heß entführten, weil sie einen zupackenden Führer für ihr Imperium brauchten, und einen Doppelgänger über Schottland abwarfen«
- »Hilde & Tilde – Ein Blick auf die schöne Seite der 30er und 40er – Liebesabenteuer im Bund Deutscher Mädel.«
Mit diesem Angebot will ich für heute schließen. Mir ist klar, dass nach Ihrer schneidigen Ankündigung heute das halbe Netz ihre Heimseite stürmen wird, und möchte nicht unnötig von Ihrer wertvollen Zeit stehlen.
Ich schließe mit aufrechtem Gruß
Ihr Chain Reaction (ein wunderbar pfiffiges Pseudonym, finden Sie nicht?)
PS: Da die politischen Umstände mich dazu zwingen, mich im Gartenhaus einer Laubenkolonie zu verbergen, konnte ich Ihnen leider nicht direkt schreiben. Herr Borsch, der meine Auffassungen bedauerlicher Weise nicht teilt, aber ein aufrechter Verfechter des Rechts der freien Meinungsäußerung ist, war so freundlich, als Vermittler zu fungieren. 